Eingefahrene Rituale

August 14, 2008 von zarkay

Für mich völlig unverständlich aber wohl doch nicht ganz ungewöhnlich ist folgendes Szenario:

Ein kleiner Familienbetrieb. Die Frau erledigt das Schreiben von Angeboten, Rechnungen, Lieferscheinen etc. Als ich das letzte Mal wegen ein paar Kleinigkeiten vor Ort war, bemerkte ich zufällig, wie die Dame ihre Dokumentenstruktur verwaltet… Ordner August 2008. Unterordner Angebote. Soweit OK… Aber: Im Unterordner Angebote liegt EINE Textdatei… 40 Seiten lang… Sie nutzt tatsächlich EIN EINZIGES Textdokument, dem sie immer wieder weitere Seiten anfügt, wenn ein neues Angebot angefordert wird. Das selbe bei den Rechnungen, Lieferscheinen und so weiter. Will sie ein bestimmtes Angebot noch einmal drucken, sucht sie die richtige Seite innerhalb des Dokuments und gibt dann den entsprechenden Druckbefehl.

Mein Hinweis, das man das vielleicht etwas optimieren könnte, indem man pro Dokument eine Datei verwendet, verhallte wirkungslos. „Was? für jeden Brief ein Bildchen (Datei)? Das ist ja viel zu kompliziert!“ Na denn…

Das war nicht der erste Fall, in dem genau diese Form der Dokumentenverwaltung benutzt wird. Unerfahrene Nutzer haben tatsächlich ernsthafte Probleme, die Begriffe „Dokumente, Dateien oder Ordner“ auseinanderzuhalten. Der Tip „Legen Sie doch für jedes Schriftstück eine neue Datei an, denken Sie sich eine gute Namenskonvention für das Benennen der Dateien aus und nutzen sie eine sinnvolle Ordnerstruktur, um den Überblick zu behalten!“ Ruft in solchen Fällen für gewöhnlich eine in Falten liegende Stirn und leichtes Kopfschütteln hervor. Selbst greifbare Beispiele aus der richtigen Welt (Stellen Sie sich mal einen Schreibtisch vor. Der hat Schubladen. In den Schubladen liegen Ordner…) greifen so gar nicht.

Deichperle Festival am Strand Falckenstein in Kiel

Juli 31, 2008 von zarkay

Hach… war das schön. Freunde, Sonne, Strand, Live Rockmucke und einige schöne kalte Biere. Es sollte mehr Konzerte am Strand geben… viel mehr…

Vielen Dank an die Deichperle für diese geniale Aktion!

Und Jungs und Mädels… sorry, dass ich euch 15 Min. mit vollster Überzeugung in die falsche Richtung gelotst habe…

Klima Klima an der Wand

Juli 30, 2008 von zarkay

Seitdem ich als Hiwi von der Netzwerkadministration zur Datenbankpflege gewechselt bin, habe ich mit dem Netz natürlich nicht mehr wirklich viel zu tun… über die neue Klimaanlage im Serverraum freue ich mich allerdings trotzdem! Es ist nämlich nicht nur eine neue, nein!

Es ist die ERSTE und dann noch eine provisorische! Andi (der Admin – herzlichen Glückwunsch nachträglich übrigens zum System Administrator Day!) ist auch stolz wie Bolle. An seiner Stelle würde ich bei den Temeraturen (aktuell bummelig 31 Grad um die Mittagszeit herum) allerdings nicht lange fackeln und meinen Schreibtisch in den Serverraum stellen. Schal und Heissgetränk aber nicht vergessen.

Nachfolgend bitte genauestens auf die fachmännische Montage des Radiators (Kondensators?) vor dem Fenster und die vertrauenerweckende Vertäuung achten…

Existenzielles

Juli 15, 2008 von zarkay

An ungewöhnlichen Szenen mangelt es global gesehen zu keinem Zeitpunkt. Fast überall tragen sich Rund um die Uhr merkwürdige Dinge zu. Wenn man das ganze aus philosophischer Sicht betrachtet, kommt man zu dieser ausgeleierten Frage, ob ein sprechender Hund auf zwei Beinen und mit einem komischen Hut wirklich existiert, wenn niemand ihn beobachtet. Für den fraglichen Hund spielt dies natürlich keine Rolle, wenn man annimmt, er sei sich seiner Existenz bewusst. Um dies zu testen, könnte man ihm einen roten (oder blauen) Punkt auf die Schnauze malen und ihn vor einen Spiegel setzen, was das ganze aber wiederum obsolet macht, da dann ja mindestens eine andere Person anwesend wäre, die seine Existenz beobachten und damit unweigerlich wirklich machen würde.

Mir ist das recht egal. Den Glauben, die Welt würde einfach verschwinden, wenn ich meine Augen nur fest genug schließe, habe ich vor einigen Jahren endgültig an den Nagel gehängt. Wenn ich mich recht entsinne, hing dieses Experiment mit einer Party und einem unangenehm riechenden Fleck auf meinem Wohnzimmerteppich zusammen. So fest ich die Augen auch schloss; der Fleck machte durch seinen Geruch recht penetrant darauf aufmerksam, dass er von Philosophie nicht viel hielt. Zurück zu den ungewöhnlichen Dingen, die sich ständig zutragen. Ich persönlich habe nur sehr wenigen solcher Ereignissen beigewohnt. Umso mehr wundert es mich, dass manche Menschen solche Situationen anscheinend täglich, manchmal sogar mehrmals täglich miterleben.

Nehmen wir zum Beispiel… nennen wir ihn „Sherlock“. Sherlock ist jemand, der zu passender Gelegenheit unzählige Anekdoten über sich und irgendwelche Bekannte (die außer ihm natürlich niemand in der Runde kennt) zu erzählen weiß. Da erzählte er beispielsweise neulich, dass ein Bekannter (Definition siehe einen Satz zuvor) sich vor kurzem ein neues Auto gekauft hätte – einen nagelneuen Passat – und diesen zusammen mit seiner Freundin direkt in Wolfsburg abgeholt hätte. Auf dem Rückweg ging’s dann noch durch den Serengeti Park. Dort steckte irgendwann ein Elefant seinen Rüssel durchs Fenster, Freundin bekommt Panik, lässt das Fenster hoch, klemmt Rüssel ein, Elefant wird sauer, tritt Beule ins Auto. Später dann Polizeikontrolle, Polizist fragt: „Beule?“ Typ sagt: „War Elefant!“ Polizist sagt: „Aha. Pusten sie mal!“ Typ hat 1,2 Promille, da er mit dem Verkäufer aufs neue Auto angestoßen hat. End of Story.

Und das berichtete er mit dem Brustton der Überzeugung, dies sei tatsächlich passiert.

Auch immer wieder schön, wie Menschen mit sich selber Stille Post spielen können. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie… nennen wir ihn „Watson“ sich selber eine Geschichte immer und immer wieder erzählt, bis sie endlich lustig/ spannend/ tragisch genug ist, um sie das nächste Mal in einer geselligen Runde erzählen zu können. Besonders beliebt sind Geschichten mit Zeugen Jehovas/ Mormonen/ GEZ Leuten an der Tür. Die wildesten Dinge scheinen sich da abzuspielen… und keiner da, der sie beobachten kann (außer den Beteiligten). Und in diesen Fällen bin ich mir fast sicher, dass ein Baum auch geräuschlos fallen kann. Erst ein (natürlich) einsamer Wanderer wird später davon berichten, wie er nur knapp dem Tode entkommen konnte, als plötzlich um ihn herum die Hölle losbrach und ein infernalisches Krachen und Knacken das heruntertosende Ungeheuer in Form eines mit Stacheldraht bewehrten Baumes mit Haien und Laserkanonen daran auf ihn herniederstürzte.

Aber vielleicht irre ich ja. Möglicherweise ist mein Leben in der Tat so langweilig und ich bin im rechten Moment einfach so wenig schlagfertig, das solche Dinge immer nur anderen passieren.

Das Wort zum Sonntag

Juli 6, 2008 von zarkay

Schnell nochmal eine Weisheit aus Kung Fu Panda:

„Yesterday is history, tomorrow is a mystery, today is a gift. That’s why it’s called present.“

Find ich klasse.

Ganz schön clever, dieser Kaspersky

Juli 6, 2008 von zarkay

Von Desktop Firewalls halte ich nicht besonders viel. Den Schutz des Netzwerks überlasse ich lieber direkt dem Router und konfiguriere die Firewall an dieser Stelle. Desktop Firewalls haben herstellerunabhängig den Drang dazu, merkwürdige Einstellungen zu LAN Anwendungen wie Netzwerkfreigaben, oder Remote Desktop Geschichten zu entwickeln. Ganz zu schweigen von Diensten, die definitiv das Privileg geniessen sollten, eingehende wie ausgehende Verbindungen ins Internet herzustellen zu können.

Nun habe ich aber auf meinem Wohnzimmer- HTPC die Kaspersky Security Suite installiert und dachte mir: na gut. Kaspersky stellt meiner Meinung nach den besten derzeit auf dem Markt erhältlichen Virenscanner her; gibst du der Firewall mal eine Chance. Und ich muss sagen… gar nicht sooo schlecht. Aber das cleverste… beziehungsweise das unpraktischste… je nachdem… ist folgendes:

Ich steuere den PC über Mediaportal und Fernbedienung. Für alle Multimedia Geschichten, wofür der PC ja schliesslich hauptsächlich existiert, ist das auch wunderbar. Einstellungen, Netzwerkfreigaben, Systemwartung und den ganzen Schnickschnack mache ich über eine Remote Desktop Software, da ich nur einen Röhren Fernseher besitze und das Arbeiten darüber alles andere als ein Vergnügen ist. Nun wollte ich per VNC die Einstellungen der Kaspersky Firewall verändern. Und es geht nicht. Das Programm ist tatsächlich so clever, zu erkennen, dass die Befehle per Remote kommen und führt sie nicht aus. Respekt. Einerseits natürlich in meinem konkreten Fall recht nervig, da ich nun die Remote Verbindung herstellen muss, um das Notebook als Viewer zu benutzen, während ich die Maus des MediaPCs benutze… sehr verwirrend.

Auf der anderen Seite ein echtes Sicherheitsfeature, das ich bislang nicht kannte. Stärkt mein Vertrauen in Kaspersky noch mehr.

That sucked

Mai 21, 2008 von zarkay

So. Der Arzt bzw. die Ärztin (die sehr hübsche Ärztin by the way, deren Name auf das erste nicht richtig konzentrierte Hinhören wie Caligari klingt, und die auch einen Doktortitel hat… na, wer versteht, warum ich mir bei diesem ersten Hören ein etwas debiles Grinsen nicht verkneifen konnte?) hat den Schlauch aus meiner Stirn entfernt und die Narbe scheint nun tatsächlich normal abzuheilen. Habe mich heute sogar ohne Pflaster zum Einkaufen getraut und niemand hat sich bei meinem Anblick erbrochen oder ist zusammen geselbigtes. Halte das mal für ein gutes Zeichen. Und für die ganz hartgesottenen unter euch gibts hier nochmal ein Bild meiner Birne mit Piercing…

Bah

That still sucks

Mai 16, 2008 von zarkay

Narf. Nochmal zwei Stiche und eine Drainage. Und weiter striktes Sonnenverbot. Könnte kotzen. Strand, Grillen und Beachvolleyball waren am Mittwoch wohl doch nicht der beste Plan…

That sucks quite hard!

Mai 5, 2008 von zarkay

„So, Zarkay“, sprach der Onkel Doktor. „Erstmal eine Woche keinen Sport, keine körperliche Arbeit und meiden Sie Sonnenlicht.“ Sport und Arbeit… OK. Aber wir haben verdammt nochmal 20 Grad Außentemperatur und kein Wölkchen am Himmel! Und am Wochenende wurde die Grillsaison eingeläutet… langsam hegen sich ernsthafte Zweifel in mir, ob die Entfernung des kleinen Adenoms über meiner rechten Augenbraue tatsächlich notwendig war.

Beschäftigungstherapie II

April 23, 2008 von zarkay

Wißt ihr, was Spaß macht? Probiert mal folgendes: erstellt ein aufwendiges Formular in Access. So aufwendig und mit so vielen Feldern, dass ihr etwa 2 Stunden damit beschäftigt seid. Dann klickt auf das kleine „x“ ganz rechts oben im Fenster und bestätigt den folgenden Dialog mit „nein“. Voll toll. Gehe grad mal schauen, ob noch jemand Hirn für mich über hat.