HTPC - How To

Schon lange hatte ich es geplant. Nun ist es soweit: Mein HTPC ist einsatzbereit! Als Anlass, das Projekt nun endlich durchzuziehen, habe ich genommen, dass Kabel Deutschland die Kabel-TV Anlage des Mietshauses modernisiert hat. Nun ist auch digitaler Empfang möglich. Auch wenn das Digitalangebot nicht so berauschend ist, wollte ich einfach mal sehen, was es bringt. Auch ist der Fernsehempfang ja nur eine von vielen Funktionalitäten, die der PC bewältigen soll. Zur Hardware:

Gehäuse: Silverstone LC-17 silber
Prozessor: Intel Core2Duo E2160
Mainboard: MSI G31M-F
Speicher: 2GB ADATA DDR2 800
Grafik: Club3D Nvidia Geforce 8400GS passiv
DVB-C Karte: Terratec Cinergy C PCI
Optisches Laufwerk: S-ATA DVD+/- Brenner Sony
Netzteil: 400Watt LC Power
Festplatte 1: 300 GB S-ATA WD
Festplatte 2: 200 GB IDE Seagate
Externe Festplatte: 120 GB Seagate USB2

Das Gehäuse hat mir optisch sehr gut gefallen, außerdem bietet es die Möglichkeit, Standard ATX Bauteile zu verwenden. Noch schicker wäre natürlich ein Gehäuse mit eingebautem TFT Touchscreen gewesen, das hätte aber das Budget gesprengt.

Ursprünglich hatte ich geplant, einen Celeron S430 und eine Grafikkarte aus der Nvidia 7er Reihe zu verwenden. Der Celeron hätte lediglich 35Watt TDP, die Grafikkarte 32 Watt. Angesichts des geringen Preisunterschieds zwischen Celeron und dem kleinen Dualcore sowie zwischen der 7200er und der 8400er Grafikkarte habe ich mich aber für diese Komponenten entschieden. Der Unterschied in der Leistungsaufnahme ist zudem marginal. Der Dualcore zieht zwar im Peak 65 Watt; da die CPU aber quasi nie unter Vollast laufen wird, sorgt das ausgefeilte Speed Stepping für einen moderaten Verbrauch.

Für die Luftzirkulation sorgen zwei 80mm Lüfter. Nun zu den Bildern:

Silverstone_verpackt
Hier ist das Gehäuse noch verpackt.

Bauteile

Terratec

Innenleben

Offen mit Teilen

Und so schmiegt er sich nun in meine Fernsehbank ein:

Betrieb

Bank

Der Einbau der Komponenten gestaltete sich dank des großzügig bemessenen Innenraums des Gehäuses sehr angenehm. Die entgrateten Kanten sorgten weiterhin dafür, das die Pflaster im Schrank bleiben konnten. Lediglich der Einbau des DVD Brenners war etwas friemelig. Der Käfig ist mit Schrauben am Gehäuse befestigt, die direkt unter einer Kante liegen. Ein langer Schraubenzieher ist hier Pflicht!

Das Belüftungskonzept ist gut durchdacht. An der Front können zwei 80mm Lüfter betrieben werden, die direkt vor den Festplattenkäfigen befestigt werden, an der Rückseite sind zwei weitere Lüfter vorgesehen, die für den Abtransport der warmen Luft sorgen. Diese Lüfter sind besonders wichtig, da das Netzteil hochkant eingesetzt wird und die Luft zur Eigenkühlung nicht aus dem inneren des Gehäuses; sondern durch ein seitlich eingearbeitetes Belüftungsgitter bezieht. Zwei Lüfter sind im Lieferumfang ebenso enthalten wie ein Frontpanel für USB und Audio Ein- und Ausgang.

Die Lautstärke des Systems ist erträglich; jedoch werde ich den Intel boxed- Lüfter demnächst wohl gegen ein leiseres Modell tauschen. Wegen mangelnder Anschlussmöglichkeit auf dem Mainboard für die Gehäuselüfter musste ich einen ungeregelt direkt am Netzteil anschliessen; er läuft also dauerhaft mit maximaler Drehzahl. Abhilfe kann eine Lüftersteuerung bringen. Diese steht auch noch auf der Wunschliste.

Hier noch einige Kommentare meiner Freundin, als ich stolz mein neues Baby vorstellte:

“Wozu brauchen wir das denn?” “Ich finde es häßlich!” “Das blaue Licht ist ja total nervig!” “Und was kannst Du damit jetzt, was Du vorher nicht konntest?” “Du hast WIEVIEL GELD dafür ausgegeben?!”

Tja. Ich konnte irgendwie nur anbringen: “Dir ist schon aufgefallen, dass ich ein Computer Freak bin? Und blau leuchtende Dinge sind cool. Immer.”

Im nächsten Teil gehe ich auf die Software ein.

So long!

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