Der EeePC

Habe schon länger überlegt, ob ich mir den EeePC kaufen soll. Ein Notebook, dass auf das nötigste beschränkt wurde. Klein, leicht, lange Akkulaufzeit, schick. Und siehe da: einige Probleme lösen sich tatsächlich von (fast) ganz alleine. Ich werde mir nun definitiv KEINEN Eee kaufen. Ich habe nämlich einen gewonnen! Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Logo EDV aus Kiel! Nachdem ich ein wenig mit dem vorinstallierten Linux herumgespielt und für anständig befunden habe, wollte ich aber doch wissen, wie sich der Eee wohl unter Windows XP schlägt.

Mit nLite habe ich eine abgespeckte Installations CD für Windows XP Professional erstellt. Abgespeckt bedeutet an dieser Stelle, dass die Installation beispielsweise keine Spiele enthält und auch Treiberkomponenten von Drittherstellern auf ein Minimum beschränkt sind. Die Installation erfolgt über ein extern per USB angeschlossenes DVD Laufwerk, im Bios des Eee sollte die Option “OS install” auf “Start” gestellt werden. Außerdem natürlich das DVD Laufwerk als Startgerät festlegen.

Und dann gehts auch schon los. Die Installation unterscheidet sich im Ablauf nicht von der Installation auf einem “normalen” PC. Wieso sollte sie auch? Der Eee ist mit Standardkomponenten ausgestattet, die verbaute SSD wird als normale Festplatte erkannt und auch der Rest der Hardware ist nicht sonderlich exotisch: Intel Grafik, Atheros Chipsatz für W-LAN, Realtek Sound. Alle Treiber liegen auf der mitgelieferten DVD und lassen sich problemlos installieren. Bis auf den Sound Treiber. Dieser kann nämlich bei einer mit nLite erstellten Windows Installation Probleme bereiten. Und das tat er bei mir auch. Nach einigen verzweifelten Versuchen hat aber auch das geklappt. Man sollte sich von der Realtek Homepage die aktuellste Version der Treibersoftware für High Definition Audio herunterladen und unbedingt das Windows Update KB888111 installieren. Dann klappts auch.

Nach vollendeter Installation aller Treiber und Updates sowie einiger Standardsoftware (7Zip, Foxit PDF Reader, Opera, PDF Creator, foobar und Antivir) ist die 4GB Platte allerdings schon arg gebeutelt. Lediglich 207MB stehen noch zur Verfügung… da muss ich wohl noch etwas optimieren, was die Softwarezusammenstellung angeht. Außerdem werde ich in absehbarer Zeit noch eine 16GB SD Karte nachkaufen und diese zum Erweitern des Speichers benutzen. Der Eee hat nämlich netterweise einen eingebauten Cardreader. Aber das Wichtigste: der Eee läuft unter XP wieselflink! Der Bootvorgang dauert vom Drücken des Powerknopfes bis zur vollständigen Einsatzbereitschaft und Einbuchen ins W-LAN mit WPA Verschlüsselung ziemlich genau 90 Sekunden. Das Arbeiten unter XP funktioniert flüssig und angenehm.

Fazit. Schönes Teil. Wirklich.

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